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Sicher unter die Erde bringen

 

Für Infrastrukturprojekte und das damit oft verbundene Verlegen von Leitungen gilt: So viele Einsätze wie nötig; so wenige möglich. Die verwendeten Maschinen für die Kabel- und Rohrverlegetechnik müssen technisch ausgereift sein, um unabhängig vom Einsatzort langjährig stabile Installationen für die Auftraggeber durchzuführen und zu protokollieren. Einer der führenden Entwickler, Hersteller und Vermarkter von Verlegemaschinen und -geräten für Kabel und Rohre ist die Lancier Cable GmbH aus dem nordrhein-westfälischen Drensteinfurt. Das mittelständische Unternehmen nutzt die Komponenten der ehb electronics aus Hannover für das Anzeigen der aktuellen Einblasparameter mit automatisierter Protokollierung für sichere und fachgerechte Kabelverlegearbeit.

Die Deutsche Telekom, als einer der größten Auftraggeber im Telekommunikationssektor, gibt Ihren Auftragnehmern durch die „zusätzliche technische Vereinbarung für Bauleistungen im Telekommunikationsnetz Teil40 (ZTV TKNetz 40) vor. In dieser Vereinbarung wird seit dem 01.10.2017 ein automatisiertes Protokoll des Einblasvorganges beim Einbringen von Minikabel gefordert. Dieses Protokoll wird von dem Einblasgerät automatisch erstellt und ist dem Auftraggeber mitzuliefern. Die Einblasdaten werden durch verschiedene Sensoren an die Elektronik übermittelt.

Folgende Einblasdaten werden protokolliert:

  • Einblaslänge, Einblasgeschwindigkeit
  • Motordruck
  • Schubkraft
  • Rohrdruck
  • Umgebungsdaten (GPS und Temperatur)

Sorgfältige Verlegung wird aufgezeichnet

Genau hier setzt die smarte Kombination der Einblas-Technologie von Lancier mit den Sensorik-Komponenten der ehb electronics an. Die Einblassysteme werden – je nach Einsatzzweck – pneumatisch oder hydraulisch angetrieben. Hierbei werden die Kabel zum einen durch die Maschine geschoben und zum andern durch einen Luftstrom im Rohr gefördert, durch den gleichzeitig die Reibungskräfte im Rohr minimiert werden.

Die elektronische Einblasprotokollierung erfolgt über das robuste ehb SMARTdisplay 43. Es ist über ein Datenerfassungsmodul mit der Maschine verbunden und kann für eine oder mehrere Maschinen eingesetzt werden. Tim Brüggemann, Leiter Vertrieb und Technik der Lancier Cable GmbH präzisiert: „Durch die automatische Protokollierung und die Visualisierung in einem Diagramm sind dem Kunden die Zusammenhänge von Schubkraft, Geschwindigkeit und Luftstrom im Rohr auf der Baustelle leichter zu erklären und auch die Zusammenhänge des gesamten Einblasvorgangs werden gut verdeutlicht.“

Updates – einfach einspielbar

Updates für das Lancier Plugin können über einen USB-Stick eingespielt werden. Über die integrierte SD Karte werden die darauf befindlichen Protokolle auf einen USB-Stick übertragen und im Firmenarchiv gespeichert. Der Geschäftsführer der ehb electronics, Bernd Reinmold, erläutert: „Gerade im Bereich von Infrastruktur- und Bauprojekten müssen die eingesetzten Maschinen schnell
an neue gesetzliche Vorgaben angepasst werden. Daher ist eine komfortable Update-Möglichkeit insbesondere für unsere kundenspezifischen Lösungen in der Sensorelektronik von großer Bedeutung.“

Gute Aussichten für Kabel- und Rohrerlegtechnik

Die Nachfrage an technologisch hochwertigen und gleichzeitig ökologisch und wirtschaftlich arbeitenden Maschinen für die Kabel- und Rohrverlegearbeiten wird sich auch zukünftig positiv entwickeln. Insbesondere der digitale Zugang für ländliche Gebiete wird durch das bereits am 27. Januar 2016 von der Bundesregierung beschlossene Gesetz zur Erleichterung des Ausbaus digitaler Hochgeschwindigkeitsnetze forciert. Im Monatsbericht 2017 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWI) heißt es: „Mit der Aufstockung der Haushaltsmittel für das Breitbandförderprogramm stellt die Bundesregierung bis 2020 nunmehr rund vier Milliarden Euro für den Ausbau zukunftsfähiger Breitbandnetze mit einer Mindestdownloadrate von 50 Mbit/s bereit.“

„Mit freundlicher Genehmigung der PowerWorld, TechTex Verlag GmbH & Co.KG“

 

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